Chippewa

Chippewa Service Boots für wahre Naturliebhaber

Wenn im Jahre 1901, im nördlichen Wisconsin, Gruppen junger Männer in derben Arbeitsstiefeln, groben Canvas-Hosen und karierten Flanellhemden unterwegs waren, waren dies sicher keine Hipster auf dem Weg in die nächste Szenebar - sondern gemeinhin waschechte Holzfäller. Der unwirtliche und noch wenig erschlossene Norden der Vereinigten Staaten verfügte vor 100 Jahren noch über schier endlose Wälder, die harte Burschen aus aller Welt anzogen, um in der hier boomenden Holzindustrie ihr Glück zu suchen. Nur mit Äxten, Sägen und Chippewa Service Boots bewaffnet, zogen sie in die Wälder und verbrachten dort in abgeschiedenen Camps Wochen und Monate bei härtester Handarbeit. Denn die motorgetriebene Kettensäge hielt erst ab den 1920-er Jahren Einzug.

Zuverlässiges Werkzeug und robuste Kleidung waren in den unendlichen Wäldern und im rauen Klima des Nordens überlebensnotwenig. Diesen Bedarf erkannten die beiden Einwanderer John B. Piotrowski und John Andrejski aus der preußischen Provinz Posen (heute Polen) und gründeten im Jahr 1901 in der aufstrebenden Holzfällerstadt Chippewa Falls, in einer kleinen Werkstatt, ihre Chippewa Shoes Manufacturing Co, die seit jeher für ihre hochfunktionalen Chippewa Service Boots bekannt ist. Chippewa Service Boots wurden speziell für den Einsatz in den Wäldern entwickelt, nichtsdestotrotz sind sie heute noch von großer Bedeutung für die aktuelle Modeszene, in der die Service Boots von Chippewa Boots als rustikale Alleskönner überzeugen.


Chippewa Homesteads bestechen mit hochwertigem und langlebigem Material

Mit Anfangs nur sieben Arbeitern fertigten die beiden Pioniere, die bereits Erfahrung in der Schuhindustrie gesammelt hatten, äußert robuste, bequeme, lange haltbare und leicht zu reparierende Chippewa Homesteads. Chippewa Falls im Jahr 1901 war für die beiden Gründer definitiv der richtige Ort zur richtigen Zeit: Holz war der Motor für den rasanten Aufbau der noch jungen Nation und im rasch wachsenden Holzfällerstädtchen sprach sich die Qualität der Chippewa Logger Boots und Chippewa Homesteads rasch herum. Sie fanden reißenden Absatz, so dass die Werkstatt in der East Spring Street schnell zu klein wurde. 1910 siedelte das Unternehmen daher zur Produktion der Chippewa

Homesteads in ein vierstöckiges Backsteingebäude an der West River St. um, dass heute unter Denkmalschutz steht.

Um den hohen Anforderungen von Holzfällern gerecht zu werden, die sich darauf verlassen mussten, dass ihr Schuhwerk sie im wahrsten Sinne des Wortes sicher über Stock und Stein trägt, werden Chippewa Homesteads von jeher nur mit den solidesten Material wie vollnarbigem, zwischen fünf und sechs Unzen schwerem, Oberleder sowie hochwertigem Gummi verarbeitet. Davon profitieren nicht nur Holzfäller. Entdeckt die äußerst bequemen Chippewa Stiefel in unserem Online Shop!

Chippewa Shoes – bewährte Goodyear-Fertigung und zeitlose Optik

Auch heute noch werden Chippewa Shoes im Goodyear-Verfahren genäht. "Goodyear welted" steht dabei als Synonym für die rahmengenähte Machart von Chippewa Shoes. Erfinder des Verfahrens, bei dem mittels Goodyear Einstech- und Aufdoppelmaschinen ein doppelt vernähter Streifen Leder ("Rahmen"), das Oberleder und das Futter mit der Sohle vernäht werden, war der Deutsche Andreas Eppler. Patentieren ließ sich diese maschinelle Fertigungsmethode 1869 aber der Engländer Charles Goodyear Junior (Sohn des Hartgummi-Erfinders Charles Goodyear). Das Verfahren macht die Chippewa Shoes so robust und widerstandsfähig, gleichzeitig aber auch extrem komfortabel und bequem.

Obwohl Chippewa Shoes heute wegen ihrer Geschichte, ihrem zeitlosen Stil und ihrer traditionellen Fertigung immer mehr Freunde finden, war es auch die beständige Innovationsfreude der Firmengründer, die den Chippewa Stiefeln zu Anerkennung verhalfen. Der auch heute noch äußerst beliebte Chippewa 6-inch Utility Boot wurde 1939 mit einer neuartigen Sohle gefertigt. Dabei wurde dem Gummi Naturkork beigemischt, um die Sohle des Schuhs, im Vergleich zu den damals üblichen Ledersohlen, leichter und flexibler zu machen.

 

Chippewa Engineer Boots sind geschichtsträchtige Alleskönner

In den frühen 1950-ern begann Chippewa seine Schuhe mit sogenannten Vibram-Sohlen aus Italien zu bestücken, die leicht an dem langgestreckten gelben Logo zu erkennen sind. Als 1935 bei einem Bergunglück in den Alpen sechs Bergsteiger wegen untauglichem Schuhwerk ums Leben kamen, machte sich Vitale Bramani, selbst Alpinist und Industrieller aus Albizzate daran, die Sicherheit von Bergschuhen zu verbessern. Er ersetzte die bis dahin üblichen Sohlen aus mehrlagigem Leder durch ein zusammenhängendes Stück aus vulkanisiertem Gummi, dass durch seine abriebfeste Gummimischung und eine durchdachte Profilierung sicheren Halt bot.

1940 brachte Chippewa mit den Chippewa Engineer Boots einen weiteren Dauerbrenner auf den Markt: Der ungeschnürte 11-inch hohe Schaftstiefel mit kräftigem Absatz, Fersenkappe und seitlicher Schnalle bot sowohl Fuß, als auch Schienbein hervorragenden Schutz und wurde daher schnell das bevorzugte Schuhwerk von amerikanischen Motorradfahrern. Hollywood verschaffte den Chippewa Engineer Boots dann in den 1950-er Jahren als Accessoire in zahlreichen Outlaw-Biker-Filmen den endgültigen Durchbruch und sorgte so bis in unsere Tage für Kultstatus. Bei Fashion Boots könnt ihr verschiedene Chippewa Engineer Boots entdecken. Sowohl in schwarz als auch in braun, mit hohem als auch mit kurzem Schaft.

 

Original Chippewa Stiefel bei Fashion Boots

Auch dem US-Militär, dessen Augenmerk bei der Ausrüstungswahl stets auf kompromissloser Qualität und Funktionalität liegt, blieben die Stärken der Boots aus Wisconsin nicht verborgen. Für die Air Force Piloten, die in ihren Lockheed U-2 Spionagejets Kuba oder die Welt hinter dem Eisernen Vorhang fotografierten, entwickelte Chippewa einen gut isolierten Pilotenstiefel mit Reißverschluss-Lasche. Auch Gary Powers, der 1960 über der Sowjetunion abgeschossen wurde, trug bei seiner unsanften Landung wohl Chippewa Stiefel aus Wisconsin. Als Trooper Boots sind die schwarz glänzenden 9-inch-Chippewa-Stiefel mit Stahlkappe und Stahlsohleneinlage auch heute noch erhältlich. Genau diese Aspekte zeichnen Original Chippewas aus – Vielseitigkeit, Funktionalität und Qualität.

Über hundert verschiedene Modelle in klassischem uramerikanischen Design gemäß dem Grundsatz "Form follows Function" hat Chippewa heute im Programm: Schuhe für Wanderer, für Biker oder für Cowboys, Boots für Industriearbeiter; Stiefel, die vor arktischer Kälte schützen und Stiefel, die den Biss einer Klapperschlange widerstehen können. Deshalb bietet euch Fashion Boots eine große Auswahl an Original Chippewa Stiefeln. Und auch der Logger Boot für Holzfäller, mit dem etwas fremd anmutenden hohen Absatz (bietet besseren Halt für Steigeisen), der die Chippewa Erfolgsgeschichte vor 115 Jahren einläutete, steht euch in einer zeitgemäßen Form weiterhin zur Verfügung. Stolz ist das Unternehmen darauf, dass ihre robusten original Chippewas auch in Zeiten von Globalisierung und Billiglohnländern noch heute in den USA weitgehend in Handarbeit gefertigt werden. Von dort aus finden immer mehr original Chippewas, mit dem im Schaft eingeprägten Kopf eines Chippewa-Häuptlings, zu seinen Fans in Europa und Japan. Ein Stiefel für alle die Freude an einem ehrlichen "rugged" Schuh "Made in USA" haben - auch wenn diese meist nicht als Holzfäller, Bergmänner, Farmer oder Schwerindustriearbeiter ihr Brot verdienen.


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